Micromobility

 

Micromobility am PEM Lehrstuhl

Bisher gibt es keine international gültige Definition für die sogenannte „Micromobility“. In manchen Definitionsbestrebungen umfasst sie eine Reihe von kleinen, leichten Fahrzeugen, die mit Geschwindigkeiten von typischerweise unter 25 km/h betrieben und von den Nutzern persönlich gefahren werden. Zu diesen Fahrzeugen der Mikromobilität gehören Fahrräder, E-Bikes, Elektroroller, elektrische Skateboards, gemeinschaftlich genutzte Fahrräder und Fahrräder mit elektrischer Tretunterstützung. Es gibt aber eine Vielzahl an potentiellen weiteren Kriterien und Fragestellungen.

Sollte die „Micromobility“ zum Beispiel über die maximale Geschwindigkeit oder das maximale Gewicht definiert werden? Oder die Anzahl der Passagiere und die Abmessungen der Fahrzeuge? Sollte es durch die Art der Nutzung definiert werden? Oder wo und von wem die Fahrzeuge benutzt werden? Was sind die Zulassungsvoraussetzungen? Welcher Versicherungsschutz ist notwendig? Handelt es sich dabei immer um Sharing-Fahrzeuge? Wird die Nutzung auf eine bestimmte Weise "monetarisiert"? Wie sieht es mit Elektrifizierung und Vernetzung aus? Sind niedrige CO2-Emissionen über den gesamten Lebenszyklus essenziell? Muss eine bestimmte energetische Effizienz gegeben sein?

In diesem Spannungsfeld ergibt sich eine Fülle herausfordernder Fragestellungen, die das PEM in der kommenden Zeit mit einem Fokus auf elektrifizierte vernetzte Mikromobilität sowie der dafür benötigten Innovationen hinsichtlich Infrastruktur untersuchen möchten. Dabei sind vor allem auch Schnittstellenthemen zu weiteren urbanen Mobilitäts- und Logistiklösungen von großem Interesse.

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Mario Kehrer

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