PEM eröffnet Forschungsstandort für E-Motoren mit Ford in Köln

14.10.2022

Der Lehrstuhl „Production Engineering of E-Mobility Components“ (PEM) der RWTH Aachen hat bei den Ford-Werken in Köln auf 1.000 Quadratmetern einen neuen Forschungsstandort für Elektromotoren in Betrieb genommen. Im Zuge des vom Wirtschafts- und Klimaschutzministerium Nordrhein-Westfalen geförderten Vorhabens „HaPiPro2“ mit einem Gesamtvolumen von 5,3 Millionen Euro soll mit weiteren Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft bis August 2023 eine der wichtigsten E-Motor-Komponenten – der sogenannte Hairpin-Stator – weiterentwickelt werden. Auf einer prototypischen Demonstrationslinie soll künftig die Produktionstechnologie für unterschiedliche Varianten dieses für die Leistung und Effizienz entscheidenden E-Motoren-Bestandteils vorangetrieben werden.

  Ministerin Mona Neubaur und Prof. Achim Kampker betrachten einen Hairpin Urheberrecht: © Alexander Bertrams

„Bei der öffentlichen Diskussion um die E-Mobilität fokussiert sich vieles auf die Batterie – dabei werden genauso maßgebliche Komponenten wie der Elektromotor fast vergessen“, sagt PEM-Leiter Professor Achim Kampker: „Für den Erfolg der Elektromobilität sind effiziente Produktionsverfahren für E-Motoren von zentraler Bedeutung.“ Die neue Infrastruktur bildet sämtliche Prozessschritte von der Hairpin-Herstellung über Montageverfahren und das Laserschweißen bis hin zum Imprägnieren und Isolieren ab. Ziel des Projekts ist es, die bislang komplexe Produktion von E-Motoren künftig deutlich preiswerter zu gestalten und damit deren Markteinführungszeit zu verkürzen.

NRW-Wirtschaftsministerin Neubaur: „Nachhaltig sichere Arbeitsplätze“

„Für den klimafreundlichen Verkehr der Zukunft kommt es ganz besonders auf die Elektromobilität an. Hier leistet NRW mit starken Unternehmen aus der Automobilindustrie und hochklassiger Forschung schon heute einen wichtigen Beitrag“, sagt Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen: „Mit dem Projekt HaPiPro2 werden am traditionsreichen Automobilstandort Köln optimale Bedingungen für wegweisende Innovationen geschaffen. Das ist auch eine gute Nachricht für nachhaltig sichere Arbeitsplätze.“