Netzwerk in Forschung und Industrie

  Grafik der FFB in Münster Urheberrecht: © Artur Krause/ARTVISU  

Der Lehrstuhl „Production Engineering of E-Mobility Components“ (PEM) der RWTH Aachen bewegt sich in einem starken Netzwerk mit zahlreichen Partnern aus der Forschung und der Industrie. In vielen verschiedenen Projekten zu konkreten Fragestellungen der Elektromobilproduktion arbeitet das PEM-Team mit Instituten unterschiedlicher Disziplinen in ganz Deutschland zusammen. Daneben unterhält der RWTH-Lehrstuhl übergeordnete Kooperationen mit anderen Universitäten und wissenschaftlichen Einrichtungen auf nationaler und internatonaler Ebene – etwa mit der Fraunhofer-Einrichtung Forschungsfertigung Batteriezelle FFB in Münster, mit dem UK Battery Industrialisation Centre (UKBIC) in Großbritannien und mit dem Tecnológico de Monterrey in Mexiko.

Technologieentwicklung für die heimische „Forschungsfertigung Batteriezelle“

Das innovative Konzept der Fraunhofer-Einrichtung FFB spiegelt sich in der neuartigen Zusammenarbeit ihrer zahlreichen Partner wider. Dabei kooperieren 14 Fraunhofer-Institute mit dem RWTH-Lehrstuhl PEM, dem Münster Electrochemical Energy Technology (MEET) der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster sowie dem Forschungszentrum Jülich. Zu den Inhalten der Partnerschaft zählen die Planung der künftigen Erprobungs- und Fertigungslinien sowie die zu entwickelnden Zellformate. Der Lehrstuhl PEM beteiligt sich seit dem frühesten Stadium der Fraunhofer FFB an der Umsetzung des Forschungsprojekts FoFeBat in Form von Strategie- und Technologieentwicklung sowie von Gebäude- und Produktionsplanung. Parallel dazu unterstützt das PEM-Team in der Kommunikation mit aktuellen und künftigen Industriepartnern.

Mitaufbau des britischen Batterie-Industrialisierungszentrums

Auch weit über die nationalen Grenzen hinweg ist der RWTH-Lehrstuhl PEM stark vernetzt. Das im britischen Coventry ansässige „UK Battery Industrialisation Centre“ haben die PEM-Expert:innen schon in der frühen Planungsphase begleitet und dabei Anlagen sowie Gebäude des 150-Millionen-Euro-Projekts mit ausgelegt. Enge Verbindungen zu der Einrichtung bestehen auch durch ehemalige PEM-Mitarbeitende, die heute im UKBIC tätig sind. Vom Mischen bis zur Formation und dem „End of Line“ (EoL)-Test: Im UKBIC ist eine komplette Zellproduktion inklusive Modul- und Packfertigung mit einem eigenen Labor entstanden. Die Einrichtung bildet das fehlende Bindeglied zwischen der Batterietechnologie, die sich im Labor- oder Prototypenmaßstab als vielversprechend erwiesen hat, und der erfolgreichen Massenproduktion. Die öffentlich finanzierte Einrichtung zur Entwicklung von Batterieprodukten steht Herstellern, Unternehmern, Forschenden und Ausbildern offen und ist ein zentraler Bestandteil der „Faraday Battery Challenge“ (FBC), einem britischen Regierungsprogramm zur Beschleunigung der Entwicklung kostengünstiger, leistungsstarker, langlebiger, sicherer, leichter und recycelbarer Batterien.

Kooperationen mit der Industrie und dem VDMA

Produktive Partnerschaften pflegt das PEM-Team auch mit zahlreichen Unternehmen aus der bundesweiten und internationalen Industrie. Dazu gehören Maschinen- und Anlagenbauer, Subsystemhersteller und Zellproduzenten ebenso wie Automobilhersteller und Komponentenlieferanten. Darüber hinaus arbeitet PEM eng mit dem Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) zusammen: Mit der VDMA-Fachabteilung Batterieproduktion bringt der RWTH-Lehrstuhl regelmäßig und mehrmals im Jahr gemeinsame Broschüren zu zentralen Erkenntnissen aus der Forschung und Entwicklung hervor.

PEM ist neuen Ideen und Partnerschaften gegenüber jederzeit aufgeschlossen. Ein Austausch mit dem Lehrstuhl ist daher immer möglich.