MiKoBatt

 

Batteriezellproduktion soll durch Microenvironments deutlich preiswerter werden

Der Lehrstuhl „Production Engineering of E-Mobility Components“ (PEM) der RWTH Aachen forscht mit zwei Industriepartnern im Projekt „MiKoBatt“ zur ökologischen, wirtschaftlichen und nachhaltigen Produktion von Batteriezellen, um deutschen und europäischen Herstellern in Zukunft kommerzielle Wettbewerbsvorteile zu ermöglichen. Dafür sollen Fabrik- und Maschinenkonzepte erarbeitet werden, die eine effiziente Batteriezellproduktion mit Hilfe sogenannter Microenvironments erlauben.

Reduzierung des Energieverbrauchs und Einsparung von Betriebskosten

Solche Mini-Umgebungen sollen spezielle Materialien etwa vor dem negativen Einfluss von Feuchte oder Luft schützen. Das Konzept soll die zu konditionierenden Luftraumvolumina der Batteriezellproduktion im Vergleich zu klassischen Trocken- und Sauberräumen reduzieren und auf diese Weise den Energieverbrauch deutlich vermindern, in hohem Maße Betriebskosten einsparen sowie den Schutz des Produkts und der Mitarbeitenden verbessern.

Tieferes Know-how zum Produkttrocknungs- und Qualitätsmanagement

Der RWTH-Lehrstuhl PEM befasst sich in dem Projekt vor allem mit der Ergründung eines tiefergehenden Verständnisses der vielfältigen Wechselwirkungen von Produkt und Umgebung hinsichtlich der Luftqualität – etwa mit Blick auf Trockenheit und Partikelbelastung. Erst mit Hilfe ausgeprägten Wissens über das sogenannte Produkttrocknungs- und Qualitätsmanagement wird es möglich, die Energieeffizienz gezielt zu steigern sowie innovative, wirkungsvolle Lösungsansätze in der industriellen Großserienproduktion voranzutreiben. Die Herstellung von Batterien erfordert prinzipiell eine streng kontrollierte Produktionsatmosphäre, um die Prozessstabilität zu gewährleisten und Qualität, Zykluslebensdauer, Speicherkapazität und Produktionsertrag zu maximieren. Damit der Einsatz von Microenvironments künftig die noch hohen Betriebskosten senken kann, sind Fragestellungen beispielsweise zum Umgang mit empfindlichen Materialien, zum Transport, zur Lagerung der Zwischenprodukte und zu den für die Produkte optimalen Taupunkte zu klären.

Weitere Informationen gibt es in dieser Pressemitteilung.

Kontakt

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Thomas Fey

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Das Projekt

  • „MiKoBatt“: Fabrik- und Maschinenkonzepte für wirtschaftlich effiziente Batteriezellproduktionen mit Microenvironments

Forschungsziele

  • Ergründung der vielfältigen Wechselwirkungen von Produkt und Umgebung hinsichtlich der Luftqualität
  • Deutliche Reduzierung des Energieverbrauchs und hohe Betriebskosteneinsparungen bei der Batterieproduktion

Forschungs- und Projektpartner

PEM der RWTH Aachen
PowerCO SE (Projektkoordinator)
Jagenberg Converting Solutions GmbH

Laufzeit

  • 01.04.2023 bis 31.03.2026

Projektträger

Projektträger Jülich (PtJ)

Förderkennzeichen

  • 03XP0541C

Zuwendungsgeber

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)