anfaHair

 

PEM forscht an effizienterer E-Motoren-Produktion

Logo des Projekts "anfaHair" Urheberrecht: © Montage: PEM RWTH Aachen | Freepik

Der Lehrstuhl „Production Engineering of E-Mobility Components“ (PEM) der RWTH Aachen und das Unternehmen „Röscher GmbH Automatisierungstechnik- und Konstruktion“ aus Berlin engagieren sich im Forschungsprojekt „anfaHair“. Das Vorhaben im Rahmen des „Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand“ (ZIM) wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert und soll dazu beitragen, die Herstellung neuartiger Elektromotoren effizienter zu gestalten.

Gegen hohe Ausschussraten und geringe Anlageneffizienz

Dafür widmen sich der RWTH-Lehrstuhl und sein Industriepartner dem Produktionsbereich der sogenannten Hairpin-Statoren als diejenige Komponente von E-Motoren, die für deren Leistung und Effizienz entscheidend sind. Die Hairpin-Bauweise mit ihrem Steckspulenaufbau aus massiven Kupferdrähten verdrängt zunehmend die konventionellen Drahtwickeltechniken. In der entsprechenden Prozesskette steht vor allem die Laserkontaktierung zahlreicher Kupferenden im Mittelpunkt. Schweißfehler in der Serienfertigung führen derzeit allerdings noch zu hohen Ausschussraten und einer geringen Anlageneffizienz. Derart starken Wechselwirkungen zwischen vorbereitenden Prozessen und dem eigentlichem Schweißvorgang wollen die Forschungspartner deshalb entgegenwirken.

Prozesse entkoppeln und neues Verfahren einbringen

Das Vorhaben „anfaHair“ – kurz für „Anfangsfestes Fügen in der Hairpin-Technologie“ – soll die beiden Prozesse der geometrischen Schweißnahtvorbereitung und des anschließenden Kontaktierens voneinander entkoppeln und ein vorfixierendes, „anfangsfestes“ und exaktes Fügeverfahren entwickeln. Danach soll das Vorgehen in die Hairpin-Prozesskette integriert werden, wo es eine reproduzierbare und formstabile Ausrichtung der Kupferdrähte vor dem Schweißen ermöglichen und damit sowohl die Qualität als auch die Stabilität der Gesamtprozesskette erhöhen soll.

Das Projekt mit einem Gesamtvolumen von rund 500.000 Euro läuft bis 31. Januar 2023. Weitere Informationen gibt es in dieser Pressemitteilung.

Kontakt

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Das Projekt

  • „anfaHair“: Anfangsfestes Fügen in der Hairpin-Technologie

Forschungsziele

  • Erhöhung der Prozessstabilität und -qualität durch geometrisch exakte Schweißnahtvorbereitung
  • Reduzierung der Prozesskomplexität durch anfangsfeste Vorfixierung der Hairpinenden
    (Substitution von Ausrichte- und Spannvorgängen)
  • Verlagerung der Schnittstellenkomplexität auf den Vorrichtungsbau

Forschungs- und Projektpartner

PEM der RWTH Aachen
Röscher GmbH

Laufzeit

  • 01.02.2021 bis 31.01.2023
  Logo des Bundeswirtschaftsministeriums

Projektträger

AiF (ZIM-Kooperationsprojekt)

Förderkennzeichen

  • KK 5057502PK0

Zuwendungsgeber

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi)