PEM unterstützt Industriebetriebe mit gebündelter Expertise

  Vier Menschen blicken konzentriert auf einen Bildschirm Urheberrecht: © PEM Motion

Der Lehrstuhl „Production Engineering of E-Mobility Components“ (PEM) der RWTH Aachen verfügt über langjährige Erfahrungen mit Industriepartnerschaften. In zahlreichen Projekten zur Elektromobilität und zur Produktion ihrer Komponenten haben sich trotz unterschiedlicher Aufgabenstellungen immer wieder ähnliche Herausforderungen ergeben. Daraus hat das PEM-Team bestimmte Ansätze und Methodiken abgeleitet, die sich etabliert haben und auf effiziente Weise ans Ziel führen.

„Fit4E“ lotet Unternehmenspotenziale aus

In Zusammenarbeit mit der Ausgründung „PEM Motion“ berät der Lehrstuhl Industriebetriebe mit Blick auf deren Potenzial für den E-Mobilitätsmarkt. Im Rahmen des „Fit4E“-Ansatzes werden die Kernkompetenzen kleiner und mittelständischer Unternehmen analysiert und gemeinsam realistische Chancen erörtert. So sind deutschlandweit bereits mehr als 35 Industriebetriebe auf individuelle Weise und nachhaltig fit für die Wirtschaftswelt der Elektromobilität gemacht worden: durch Schulungen zu Produkten und Prozessen der Elektromobilität, die Feststellung des technischen und des finanziellen Potenzials im Unternehmen für die definierten Markt- und Produktfelder sowie die Erstellung einer „Roadmap“ zum Markteinstieg. Ob Maschinen- und Anlagenbauer, Metallverarbeiter, Rohmaterialanbieter, Tier-1-Zulieferer, OEM oder andere: Interessierte Unternehmen verschiedener Branchen können sich hier und hier über die Initiative „Fit4E“ informieren.

Erfahrungsschatz füllt Datenbank

Der Erfahrungsschatz des PEM-Teams kommt in umfangreichen und gut gepflegten Datenbanken zum Ausdruck, die sich aus der eigenen Forschung ebenso wie aus den zahlreichen Projekten mit Industriepartnern kontinuierlich weiter speisen. Dadurch verwaltet der Lehrstuhl PEM einzigartiges Hoheitswissen in Datenbanken etwa zur Demontage von Batteriesystemen, zu Zelldesigns, Stakeholdern, Maschinen- und Anlagenbauern sowie Materialherstellern und Zellproduzenten – Know-how, das neben den einzelnen Projekten auch den entsprechenden Partnern zugutekommt.

Betriebliche Weiterbildung und die „School of E-Mobility“

Auf Basis seiner langjährigen und immer noch wachsenden Expertise bietet der Lehrstuhl PEM gemeinsam mit dem Ingenieursdienstleistungs-Spin-off „PEM Motion“ fundierte Qualifizierungen für Unternehmen, ihre Abteilungen und deren Mitarbeitende an. Zu den größten Angeboten zählt die „XU School of E-Mobility“: In aufeinander abgestimmten Programmen vermittelt die Online-Plattform individuelle Kenntnisse, die von Grundkompetenzen in künftiger Mobilität und speziellem Praxis-Know-how bis hin zur Expertise in den Feldern „Batterietechnik“ und „Lade-Innovationen“ reichen. Hintergrund des Angebots ist die Prognose, dass es bereits bis zum Jahr 2030 deutliche Verschiebungen der benötigten Job-Profile in deutschen Industriezweigen gibt – etwa von Maschinenbau- und Fahrzeugtechnik-Qualifikationen hin zu Software- und Elektrotechnik-Kompetenzen. Demzufolge müssen rund 760.000 Beschäftigte der automobilen Arbeitswelt umlernen, wovon gut ein Drittel einen hohen Umschulungs- und Qualifikationsbedarf aufweist. Interessierte können sich auf der offiziellen Website der „XU School of E-Mobility“ informieren.

Produktionsplanung für E-Motor, Batterie und Brennstoffzelle

Rund um Elektromotor, Batterie und Brennstoffzelle leistet der Lehrstuhl PEM umfangreiche Hilfestellungen. Dazu zählen je nach Bereich etwa eine produkt- und prozessbezogene Nachhaltigkeitsbewertung, eine anwendungsbezogene Materialvalidierung und der Prototypenbau ebenso wie die Unterstützung bei der Auslegung, Auswahl und Errichtung von Produktionsanlagen, der technische Support bei der Auswahl geeigneter Produktionsverfahren und die Beratung zur Gebäude- und Layoutplanung, zur Intralogistik, zum Umgang mit Gefahrenstoffen und zur Medienbedarfsplanung. Der Lehrstuhl unterstützt außerdem bei der digitalen Anbindung der Produktion und der Entwicklung geeigneter Traceability-Konzepte, leistet On-site-Support bei Maschinen-Abnahmen und begleitet das Ramp-up für einen erfolgreichen Produktionshochlauf. Dabei können die PEM-Profis auf das Know-how aus der eigenen Produktionslinie zurückgreifen. Auch die Prozessoptimierung und Aufskalierung bei bereits bestehenden Produktionslinien sowie der PMO-Support bei Planungsprojekten zählen zum PEM-Portfolio. Im großen Maßstab hat der RWTH-Lehrstuhl bereits den Aufbau von Forschungseinrichtungen wie das UK Battery Industrialisation Centre (UKBIC) in England und die Fraunhofer-Einrichtung Forschungsfertigung Batteriezelle FFB in Münster begleitet.